Diasschau
Vorträge
Anfrage
|
Unser
Referent:

Volker Drexler, geboren 1969, brachte auf
seinen Gang über den Traumpfad keinesfalls die gewohnten
Voraussetzungen mit. Er begab sich mit 39 Jahren auf die Reise
- ohne jegliche Wander- und Trekkingerfahrung, ohne alpine Erfahrungen
und zudem auch noch ohne schwindelfrei zu sein. Aber mit dem festen
Vorsatz Venedig von München aus zu Fuß zu erreichen.
Geplant
als Möglichkeit den beruflichen Alltag gänzlich hinter sich zu lassen
und Urlaub im eigentlichen Sinne zu machen, wurde der Traumpfad für ihn
zu einem klaren Trennungsstrich zwischen gewerkschaftspolitischer und
beruflicher Karriere.
Volker Drexler
berichtet in seinen Live-Diaschauen und Vorträgen über die
gemachten Erfahrungen mit Outdoor-Händlern,
Hüttenwirten und deren Preisgestaltung, über Tourengestaltung und
Alternativen und greift dabei zur Visualisierung auf einen Pool selbst
gemachter Schnappschüsse zurück. Diese zeigen den Traumpfad nicht von
seiner allerbesten Seite, sondern sie zeigen auch die Widrigkeiten auf
der Reise mit
Schneefall im August und Sanitäranlagen, wie
sie "Otto-Normalverbraucher" längst nicht mehr gewöhnt
sind und
natürlich dem Kampf mit dem "inneren Schweinehund".

Volker Drexler war seit 2005 und insbesondere auch während des
Tarifkonfliktes zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
(GDL) und der Deutschen Bahn AG in den Jahren 2007
und 2008, in dem um deutlich bessere Arbeitsbedingungen für
die Lokomotivführer und Zugbegleiter der
Deutschen Bahn und ihrer Töchterunternehmen gerungen wurde,
Vorsitzender des GDL-Bezirkes Süd-West.
In dieser Funktion, in der er zuletzt im November 2007 bei nur vier
Gegenstimmen im Amt bestätigt wurde, war er der politisch
Verantwortliche der GDL für die Bundesländer Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz und das Saarland. Als Mitglied des
Hauptvorstandes, des Führungskreises I und der großen
Tarifkommission der GDL
war er an allen grundlegenden
Entscheidungen maßgeblich beteiligt.

Das zeitintensive Amt führte zunächst zur Erkenntnis einmal völlig
abschalten zu wollen, ja müssen. Wozu ihm eine Reise über die
Empfangsgrenze moderner Kommunikationsmittel hinaus, als
besonders sinnvoll erschien.
Doch noch, bevor er die ersten Schritte auf dem Traumpfad gegangen ist,
stand sein Entschluss fest, sein Amt als Vorsitzender des GDL-Bezirkes
Süd-West aus zeitlichen und familiären Gründen niederzulegen, um wieder
dauerhaft Zeit für seine Familie und sich selbst zu haben.
So wurde seine 24-tägige Reise, die er auf zwei Einzeletappen, je eine
zwei- und drei-Tagesetappe sowie einer Hauptwanderung mit 17 Tagen
aufteilte, zu einem Trennungsstrich zwischen gewerkschaftspolitischer
und beruflicher Karriere.
Volker Drexler erreichte Venedig am 1. September und fuhr noch am
selben Nachmittag mit der Bahn nach Hause. Nach seiner
Rückkehr sagte er: "Das hätte ich schon viel früher machen sollen,
diese Tour lässt Dich nicht so zurückkehren, wie Du gegangen
bist. Es muss so sein wie Pilgern. Eine Reise nicht nur auf dem
schönsten Pfad der Alpen, sondern auch zum eigenen Ich."
Aus seinen Erfahrungen lässt sich lernen. Seine Ansichten und Meinungen
sind nicht davon geprägt aus der Sicht eines Top-Alpinisten die Berge
darzustellen, sondern aus Sicht eines unerfahrenen Normalbürgers. Er
erreicht damit eine völlig neue Sicht und für viele Alpinisten ergibt
sich daraus die
Möglichkeit, ihre Liebe zu den Bergen Nicht-Alpinisten näher zu
bringen.
|