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Verrückt!?
Vielleicht
ein wenig.
Die
gängigen Wanderführer machen Vorschläge, wie sich die 28 bis
30
Tage lange Tour aufteilen lässt. Dies kam für mich
eigentlich von Anfang an nicht in Frage. Ich wollte die Tour am Stück
gehen und zwar alleine. Die Tatsache, dass ich seit frühester
Kindheit gehen kann, ließ mich jedoch keineswegs übermütig werden.
Gehen, Joggen und Laufen sind drei Paar Schuhe. Wandern das vierte und
Bergwandern das fünfte. Was ich wollte, war eine Tour zu machen, um mal
wieder richtig abzuschalten. Also musste sie ziemlich lang sein. Am
Ende hatte ich die für mich geeignetste Lösung gefunden.
Die
ersten beiden Etappen lief ich als Tageswanderungen, mit Bahn- an und
Abreise. Dazwischen lagen einige Tage. Meine erste Hüttenübernachtung
unternahm ich rund vier Wochen später. Ab da wartete ich ungeduldig die
Schneeschmelze im Schlauchkar ab. Mitte August war es soweit ich trat -
an einem verlängerten Wochenende - die Tagesetappen fünf bis sieben an.
Und bereits eine Woche später begab ich mich auf mein Schlussstück die
Etappen acht bis vierundzwanzig. Die von mir gewählte Einteilung hat
sich für mich als völlig richtig herausgestellt. So konnte
ich
wichtige Erkenntnisse sammeln und entsprechend darauf eingehen. Ich
konnte so die Ausrüstung entsprechend vervollständigen und
ändern.
Aber auch die Unsicherheit - "Habe ich auch wirklich alles?" - ging
verloren.
Meine
Aufteilung im Einzelnen:
Tag
1: München - Wolfratshausen
Tag
2: Wolfratshausen - Obergries (bei
Arzbach)
Block
1: Obergries - Tutzinger Hütte - Oswaldhütte (im Rißtal)
(2
Tage)
Block
2: Oswaldhütte - Karwendelhaus - Hallerangeralm -
Fritzens/Wattens
(3 Tage)
Block 3: Fritzens/Wattens - Lizumer
Hütte - Tuxer Joch Haus - Olperer Hütte -
Pfunders
- Kreuzwiesenhütte - Schlüterhütte -
Grödner Joch - Rifugio
Boè - Fedaiasee - Rifugio A. Tissi -
Passo Duran
- Rifugio Pian de
Fontana
- Rifugio 5. Art. Alpina
- Pieve di Soligo - Ponte di Piave - Ca'
Di Valle - Venedig
(17 Tage)
Nein, sicher nicht verrückt. Vielleicht ein
wenig leichtsinnig.
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